Das Leben in Teilzeit & die Ansteckungsgefahr Minimalismus

Seit nun 6 Wochen arbeite ich verkürzt, habe ein geringeres Einkommen und viel mehr Zeit. Die schönsten Tage sind die, an denen ich Spätdienst habe und erst 13 oder 14 Uhr im Büro sein muss. An diesen Tagen schlafe ich aus (nie länger als 8), gehe mit dem Hund ausgiebig spazieren und wackle dann entspannt und ausgeglichen zur Arbeit. Generell sehe ich meinen haarigen Mitbewohner auf 4 Pfoten nun viel öfter und länger. Ich hoffe, er ist darüber so glücklich wie ich.
Meine Wochen fühlen sich länger an, letzten Montag kam ich spät zur Arbeit und hatte das Gefühl, ich käme grad aus dem Urlaub, musste erstmal überlegen, wie meine Passwörter waren. Das zeigt mir, dass ich nun besser abschalten kann in meiner Freizeit. Außerdem arbeite ich heute viel effektiver, motivierter und auch wieder lieber.

Meine Shoppingsucht habe ich ganz gut im Griff, ich habe bis dato nicht eine Klamotte gekauft, sondern ganz viele davon ausgemistet. Gestern kaufte ich mir das Buch Minimalismus trifft Kleidung von Pia Mester als eBook (das ist günstiger, enthält gesprochene Abschnitte und Links). Es verspricht in 4 Wochen einen Kleiderschrank voll mit Lieblingsstücken. Ich konnte dank meiner Ungeduld nicht 4 Wochen warten sondern habe sofort ausgemistet. Und erschreckender Weise fiel mir das mit den Tipps und Anleitungen des Buches sehr einfach.
Mir fiel auf, wie wenige „Lieblingsstücke“ ich eigentlich besitze, das möchte und werde ich in den nächsten Wochen ändern. Ich gehörte immer zu der Kategorie „Naja komm, für 10€ kann ich es ja mitnehmen“.
Das generelle Ausmisten der Wohnung hat mich gepackt, denn wenn ich an unseren Umzug denke, wird mir schlecht bei dem ganze Krempel, der sich hier so angesammelt hat.
Die Wocheneinkäufe habe ich mir seit ein paar Wochen unter den Nagel gerissen. Zum einen habe ich im Gegensatz zu meinem Freund die Zeit dazu, Montag Mittag einkaufen zu gehen, zum anderen ist das ohne ihn viel stressfreier. Auf wundersame Weise zahle ich nun auch fast 20€ weniger pro Woche. Wir werfen weniger weg und kochen öfter.
Ganz einfach hat mir geholfen, die Küchenschränke mal komplett auszuräumen. Die Vorräte werden nun aufgebraucht und nicht mehr gehortet, falls morgen die Welt unter geht, davon bin ich sowieso nie ein Freund gewesen.
Das Ding mit dem Geld. Es ist weniger geworden, aber ich gehe automatisch achtsamer damit um. Ich konnte einen kleinen Urlaub im November buchen, weil ich es sogar schaffe, etwas zur Seite zu legen. Das ist einfach ein tolles Gefühl. Ich kann nun nicht mehr 6 mal pro Monat essen gehen, aber mit Freunden zu kochen kann noch viel schöner sein als sich immer nur bedienen zu lassen.

Ich finde es fast schwer, nach so kurzer Zeit über Veränderungen zu sprechen. Was verspricht der Minimalismus? Den Blick aufs Wesentliche. Momentan liegt mein Blick eher darauf, was noch ganz und gar nicht minimalistisch ist.
Ein bisschen komme ich mir geizig vor, wenn ich das hier so schreibe und nochmals lese, doch das bin ich nicht. Ich überlege heute einfach einen Moment länger, was ich wofür investieren möchte.
Eventuell wird es in ein paar Monaten ein kleines Update geben, vielleicht auch in Form eines Videos.

Ein Kommentar zu „Das Leben in Teilzeit & die Ansteckungsgefahr Minimalismus

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