VON 40 STUNDEN ARBEIT AUF 20 STUNDEN- DAS LEBEN IN TEILZEIT

24 Jahre jung, erst wenige Jahre aus der Ausbildung raus und schon zu kaputt, um „richtig“ zu arbeiten?
Das denken oder sagen die Menschen, denen ich davon berichte, ab September 2017 meine Arbeitszeit auf 20 Stunden pro Woche zu reduzieren. Und zugegeben, das ist schon ein wenig irre.

Die erste Frage, die kommt: „Schaffst du das finanziell?“ Nun, das ist der Punkt, an dem man für sich ganz allein abwägen muss, was wichtiger ist, freie Zeit oder viel Geld?! Und ja, das sind erhebliche finanzielle Einbußen, aber meine Zeit ist mir tausend mal wichtiger als Geld.

Ich möchte mehr Zeit mit meinem Hund verbringen können, mit dem ich an manchen Tagen in der Woche so wenig unternehme, wenn ich beispielsweise noch Überstunden machen muss. Wer dankt mir für diese eigentlich? Keiner.
Was macht Überarbeitung und Stress mit mir? Ich habe schlechte Laune, bin antriebslos, frustriert, erschöpft. Nein Danke, ich möchte glücklich sein.
Ich möchte abends ewig wach sein, ohne zu denken, dass ich morgen wieder halbtot im Büro hänge. Ich möchte flexibler sein, Sport treiben, rausgehen und weiterhin fleißig meinen Blog schreiben. Einfach das Leben mehr für die schönsten Dinge nutzen.

Wie kam ich zu dieser Entscheidung?

Ein Faktor war die Krebserkrankung meines Stiefvaters. Das Leben ist zu kurz, ist immer so blöd dahergeredet, aber das ist es gar nicht. Es kann viel zu schnell vorbei sein. Wir müssen viel mehr auf uns achten, ein ganz großer Faktor ist dabei für mich der seelische Frieden. Den möchte ich wahren. Den größten Teil des Tages soll man glücklich sein, oder?

Dazu kam eine gewisse Unzufriedenheit über meinen Job. Im Grunde macht er mir schon Spaß, aber ich trete seit einer Weile schon auf der Stelle. Ich bin ein Mensch, dem schnell etwas „langweilig“ wird. Und ich nehme lieber jetzt mein Leben in die Hand, als darauf zu warten, dass es dafür zu spät sein wird.

Ich bin schon immer sehr mutig, sei es, hunderte Kilometer umzuziehen, die Arbeit zu kündigen oder auch in anderen Lebenslagen. Ich sage mir nicht, ich schaffe das nicht, ich sage mir, andere haben das bereits auch schon geschafft. Also Arschbacken zusammen und los, das Leben genießen!

Wie geht es in Zukunft weiter?

Ewig kann ich nicht von einem 20-Stundenjob leben, irgendwann möchte ich ja auch Kinder und noch 13 Hunde, die wollen alle ernährt werden. Also die ganze wundervolle freie Zeit dazu nutzen, mich neu zu orientieren. Vielleicht möchte ich studieren, vielleicht möchte ich Prinzessin werden, vielleicht Hundesitterin. All das braucht reife Überlegung und Zeit.

Ich möchte euch mit diesem Artikel ein wenig dazu ermutigen, aus alten Gewohnheiten auszubrechen. Entfernt euch von Dingen, die euch nicht gut tun. Sucht nicht immer nur nach Gründen, warum dies und jenes nicht funktioniert, sucht lieber nach Wegen. Andere haben das auch schon geschafft 😉

Du möchtest gern auswandern, denkst aber, dass das nach hinten losgeht? Warum? „Goodbye Deutschland“ hat uns so oft eines Besseren belehrt. Wenn man etwas wirklich wirklich wirklich mit Haut und Haar möchte, dann schafft man es auch.
Steck deine Energie nicht in den Unmut über gewisse Lebenslagen, nutze die Energie, um Veränderungen zu erreichen.

Falls ihr dabei ein wenig Zuspruch und einen kleinen Anstupser in den Hintern braucht, dann schreibt mir. Gab es in eurem Leben auch schon Situationen, in denen ihr alles „über den Haufen geschmissen“ habt? Ich bin ganz neugierig von diesen zu lesen!

2 Kommentare zu „VON 40 STUNDEN ARBEIT AUF 20 STUNDEN- DAS LEBEN IN TEILZEIT

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