DAS LEBEN IN TEILZEIT, DER START IN EINEN KLEINEN MINIMALISMUS?

Was ist Minimalismus?
Einfaches Leben (englisch simple living), auch freiwillige Einfachheit (engl. Voluntary simplicity), Minimalismus oder Downshifting genannt, bezeichnet einen Lebensstil, der sich als Alternative zur konsum­orientierten Überflussgesellschaft sieht. Konsumkritische Menschen versuchen, durch Konsumverzicht Alltagszwängen entgegenzuwirken und dadurch ein selbstbestimmteres, erfüllteres Leben zu führen.

Wie komme ich denn jetzt auf sowas?

Zugegeben, ich habe mein geringeres Gehalt (nach der Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit) bekommen und dachte „Puh, hier muss ein Monats-Spar-Plan her“, er heißt „Mein erster Monat in Armut“ (ich übertreibe gern und viel). Ich schreibe nun jeden Cent und jede Ausgabe genau auf.
Shoppen gehe ich ungefähr einmal in der Woche, bei dm lasse ich monatlich zwischen 30€ und 60€. Was ich da so kaufe? Nur Schrott, den am Ende kein Mensch braucht. Ich habe Lippenstifte, die ich noch nie getragen habe. Noch kein Nagellack ist jemals leer geworden in meinem Leben, vorher habe ich eine andere Farbe gekauft. Ich besitze ungefähr alle Haarkuren, die es auf dem Markt gibt. Klamotten, die ich schrecklich finde, habe ich zu Genüge. Eigentlich traurig, wie viel Geld ich schon verschwendet habe.

Aber damit muss ich nun aufhören, shoppen werde ich nur noch am Monatsende, falls nach dem Sparen noch etwas über ist (härtester Monat meines Lebens).
Da sich meine Urlaubsreisen nun nicht mehr so leicht finanzieren lassen, habe ich ein ganz sinnvolles Ziel zum Sparen.

Tipps, um minimalistisch zu leben, gibt es im www genug. Ganz spannend finde ich da den Blog einfachbewusst . (klickt mal drauf und stöbert euch durch, vielleicht entdeckt ihr auch die ein oder andere Sache, die ihr unbewusst schon umsetzt?!)

Ich habe für mich entschieden:

1. Arbeite weniger!
2. Geh mehr wandern!
3. Kaufe ausschließlich Dinge, die du wirklich brauchst!
4. Entrümple deine Wohnung!
5. Lies Bücher! (bis zum Schluss)

Für den Monat September reichen mir diese Anfänge schon aus. Am Monatsende werde ich euch berichten, wie viele Gegenstände ich ausgemistet und welche Bücher ich endlich zu Ende gelesen habe.

Wie ihr seht, ist Minimalismus nicht nur Sparen oder weniger Geld besitzen, es geht darum, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren und sich nicht blenden zu lassen. Zeit mit Menschen ist kostbar, das musste ich in diesem Jahr so oft auf eine harte Tour feststellen. Und jetzt weiß ich, dass diese Zeiten alle zu kurz waren. In der Sekunde, in der ich realisierte, dass unsere Zeit vorbei ist, war mir egal, welch schöne Klamotten ich besitze, wie haltbar mein neuer Lippenstift oder wie voll mein Konto ist. An diesen Punkt wird jeder Mal in seinem Leben kommen und ich bin fast froh darüber, dass mir das jetzt schon passieren musste.
Wie oft hast du dir schon gesagt, als du Kind warst, war alles viel einfacher? Was hattest du als Kind, bzw. was hattest du denn alles nicht? Das Leben war unbeschwert, ohne eigenes Auto, ohne ein Konto, ohne den Zwang, arbeiten zu müssen. Da waren wir glücklich, als wir dreckig im Schlamm gespielt haben, Drachen steigen ließen und uns mit Freunden getroffen haben. Egal, ob sie teure Klamotten oder ein Smartphone besaßen. Das alles war doch nie wichtig, nicht mal existent.

Niemand sagt dir, dass du kein Kind mehr sein darfst. Zieh dir deine Gummistiefel an und spring durch die Pfützen!

Meine Definition von Minimalismus ist meine ganz eigene. Sie ist ganz simpel. Welche ist deine?

3 Kommentare zu „DAS LEBEN IN TEILZEIT, DER START IN EINEN KLEINEN MINIMALISMUS?

  1. Ich sehe das im Großen und Ganzen genauso wie du.
    Minimalismus bedeutet für mich, dass ich mein Leben vereinfache und mich von Dingen befreie, die mich nicht glücklich machen. Praktisch unnötigen Ballast abwerfen.

    Vor 2 Jahren hatte ich gut 200 Kleidungsstücke. Jetzt sind es unter 60. Das reicht vollkommen.
    Die Hälfte meiner Küchenschränke ist leer. Und auch das reicht.

    Weniger macht vieles leichter. Zumindest meiner Erfahrung nach. Ich bin organisierter, habe mehr Zeit und es legt den Fokus frei auf Dinge, die vorher über Jahre oftmals brach lagen :).

    Lg

    Gefällt 1 Person

    1. Ich muss sagen, mir fällt es noch ein wenig schwer. Nicht shoppen zu gehen, funktioniert seit über einem Monat hervorragend, aber es schmerzt. Ich bin aktuell mehr damit beschäftigt, das Bad und die Küche „aufzubrauchen“. Tausende Drogerieartikel… Es ist eine spannende Geschichte und hat mir gezeigt, wie viel sinnlosen Mist ich besitze.

      Liken

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